gebildet hatte, war terrassenförmig und sah aus, als wäre es eine gefrorene Schneelandschaft. Nur war es nicht kalt. Sogar der wolkenlose Himmel verlieh der weissen Landschaft in den Bergen einen blauen Glanz. Es war faszinierend, sich in einer Eislandschaft zu glauben, die

Wie in Siberien
inmitten einer herrlichen, üppigen grünen Gegend liegt.
Aber dieses Märchen zeigte bald seine Realität. Unsere verwöhnten Füsse begannen zu schmerzen.

Deshalb setzten wir uns auf den Rand des schmalen Bächleins, das durch das Gelände fliesst und liessen die Füsse sich im warmen Quellwasser erholen.

Anschliessend fuhren wir zum Hotel in der Nähe.
Da noch genügend Zeit war bis das Abendessen serviert wurde, ging ich im kalten Pool schwimmen und setzte mich danach in das Becken mit heissem Quellwasser. Es wirkte sehr erholsam.

Am nächsten Morgen fuhren wir mit einigen Unterbrechungen für Besichtigungen  nach Antalya.
Am Tag darauf wurde ich nach Side gebracht, wo ich eine herrliche Woche in dieser gemütlichen und interessanten Ortschaft verbrachte.

Schneelandschaft aus Kalkstein
Die weissen Flecken in den Bergen waren schon lange zuvor zu sehen. Oben angekommen konnten wir unsere eigenen Wege gehen.
Der Senior unserer Gruppe schloss sich wie üblich mir an.

Da es verboten war mit den Schuhen auf dem Gelände zu gehen, zogen wir sie aus. Wir stellten sie nicht zu den Hunderten anderen im Regal, sondern trugen sie mit uns.

Es machte Mühe, barfuss auf dem unebenen Boden zu gehen. Die Kalkschicht, die sich in Jahrhunderten aus getrocknetem Quellwasser

Pamukkale. Die Kalkablagerung
Hier würde ich nicht die Füsse ins Wasser halten. Aber die Stadt ist gigantisch, immerhin leben hier 13 Millionen Menschen.

Anschliessend fuhren wir nach Bursa, um eine Moschee zu sehen, und dann ging es ins  Hotel. Da wir früh angekommen waren, reichte die Zeit noch, um die O rtschaft anzusehen. Aber für den Markt war es zu spät, denn die Buden wurden schon abgebrochen. 

Am nächsten Tag stand eine lange Fahrt bevor.
Es war schon vier Uhr als wir Pamukkale erreichten.

Schifffahrt auf der Boporus
Anschliessend machten wir eine Bootsfahrt über den Bosporus. Die Fahrt ging an Hängen vorbei wo schöne Häuser standen und unter Brücken hindurch. Auf allen Seiten standen noble Quartiere, und wer gerne ins Wasser sah, konnte tausende Quallen beobachten.

Hagia Sophia
aus der Vergangenheit zu betrachten.

Da mir die Luft in dieser Enge zu knapp würde, ging ich auf die Terrasse, um von dort die Sicht auf den Bosporus und die Stadt zu geniessen.

Als alle Mitreisenden wieder beisammen waren, besuchten wir die Blaue Moschee, die Hagia Sophia und den Hippodrome.
Unser Hotel lag in einer engen Hintergasse.

Am nächsten Morgen ging es zuerst zu den Basar, wo wir uns eine Stunde auf eigene Faust verweilen konnten. Ich betrachtete Schmuck und andere käufliche Gegenstände.
Gekauft habe ich aber nichts.

Eingang vom Topkapimuseum
Handgepäck auf ein Förderband legen wie in einem Flughafen. Nach der Kontrolle konnte es weitergehen.
Dieses Vorgehen ist verständlich, denn tausende Besucher, wie auch Pilger besuchen täglich diesen Ort. Eine kleine Bombe im Handgepäck würde genügen, um hunderte Menschen umzubringen. In engen Räumen waren Kleider, Schmuck und andere Gegenstände
Am folgenden Morgen wanderten die Gruppe zum Hafen, um dort eine Fähre zu besteigen.
Aber weil der Fahrpreis billiger war pro Bus als pro Person, mussten wir in den Bus steigen um auf das Boot zu kommen.
Dort durften wir wieder aussteigen, bis das nächste Ufer erreicht war.

In dieser Gegend stehen viele neue Ferienhäuser von wohlhabenden Landsleuten, obschon die Gelehrten ein enorm grosses Erdbeben in diesem Gebiet prophezeit haben.

Istanbul
Nach dem Mittagsessen erreichten wir Istanbul. Als erstes besuchten wir das Topkapimuseum. Bevor die Besucher hineingehen durften, mussten sie ihr

Ankünft in der Hafen von Gelobolu
Vergangenheit. Am Abend kamen wir im Hotel in Canakkale an Im oberen Stockwerk wurde eine Hochzeit gefeiert. Wir schauten kurz hinein. Aber der Saal war so überfüllt, dass wir rasch wieder verschwanden und stattdessen einen Spaziergang am Marmerasee machten.

Troja
Stadt war schön. Es war kalt auf der Spitze, aber früher hatten die Bewohner hier Schutz vor den Meerwasser und Banditen gesucht.

Dann fuhren wir weiter zu einer Ortschaft, die nur aus Läden bestand. Ich trank dort in der Pause einen Schai,  echten Türkischen Tee.

Anschliessend fuhren wir nach Troja.
Die Stadt war oft wieder aufgebaut worden, aber heute ist kaum noch etwas davon zu sehen.
Nur ein blödes Holzpferd, in dessen Bauch man hineinklettern kann, erinnert an die

Troja
Erst jetzt fiel mir auf, dass der Mann hinter mir immer wieder rief; „Aufpassen! Bremsen! Pas auf! Eine Kurve! Vorsicht!“ Als es mir bewusst wurde, fragte ich die Frau ob wir zwei Fahrer hätten. Aber sie meinte:" Wir haben zwei Bremser.“

Der nächste Halt war in der Stadt Assos. Dort mussten wir einen Berg hinauf klettern. Ich hatte nicht die richtigen Schuhe an, und deshalb etwas Mühe, den Anstieg zu bewältigen.

An einer bestimmte Stelle auf glatten Felsen erzähle Ali, dass auf seiner letzten Tour eine Frau hier ausgerutscht war und sich das Bein gebrochen hatte. Auch ich musste hier zu Boden gehen, aber blieb unverletzt.
Von den Ausgrabungen war kaum noch etwas übrig geblieben, aber die Sicht auf die

Assos
Ich stellte mir vor, hier in der oberste Reihe ein Fussballspiel anzusehen und kaum die Spieler erkennen zu können.

Auch die Psychiatrische Klinik  war noch teils zu sehen. Hier wurden schon damals dieselben Methoden angewandt wie heute. Wasser zur Beruhigung, Musik und gemeinsames Arbeiten.

Die weitere Fahrt ging über Berg und Tal. Oft ging der Weg so steil hinauf, dass ich glaubte in den Himmel zu gelangen.

Doch bevor der erreicht war, ging es wieder bergab, mal nach links und dann wieder nach rechts. Da ich den vordersten Platz hatte, konnte ich fasziniert die Gegend anschauen.

Die Liechtensteinerin, die hinter mir sass, klopfte mir auf der Schulter und fragte, ob ich eigentlich keine Nerven hätte, weil ich so ruhig dasass und vor mich hin starrte.

Pergamon
die Kapitalisten weg.Am nächsten Morgen fuhren wir nach Pergamon, wo einst ein grosses Stadion lag. Als ich von oben hinab sah, bekam ich beinahe Höhenangst. Er war riesig und tief gelegen. Die Tribünen waren aus Stein geschlagen.

Ephesus. das Badehaus
zur gut erhaltenen Bibliothek.
Das Gebäude machte grossen Eindruck auf mich. Es erinnerte mich an Petra in Jordanien, obwohl ich dort nie gewesen bin.

Auch die Badeanstalt, die früher nur für die Reichen gedacht war, wirkte imponierend.Aber es brauchte damals eine Menge Holz, um das Bad zu heizen.

Als der Wald gerodet, und kein Holz mehr in zu finden war, zogen

Ephesus. Bibliothek
Ich genoss die Melone und wurde aber bald von Wespen verfolgt. Ich hasse Wespen. Deshalb verzichtete ich auf ein zweites Stück.
Dann erreichten wir Aphrodisias, wo früher Künstler, Ärzte und Philosophen studierten. Später fuhren wir nach Ephesus, wo ich eine der schönsten Ausgrabungen sah, an die ich mich erinnern kann. Eine Strasse, deren Seiten mit Resten von Säulen geschmückt ist, führte bis

Aphrodisias
nehmen und wählte den vordersten. Dabei fühlte ich nicht als Egoistin, denn die Erfahrung hatte mich gelehrt, dass vor allem nach dem Mittagessen nur der Chauffeur und ich die einzigen waren, die nicht schliefen.

Als alle Mitreisenden von den Hotels abgeholt waren, bildeten wir eine Gruppe von vierzehn Personen aus der Schweiz und Lichtenstein.
Ich hatte sofort das Gefühl, dass wir gut zusammenpassen wurden.

Nach zwei Stunden Fahrt machten wir- wie Ali, der Reiseleiter es nannte- eine Pinkelpause. Dann ging die Reise über das Taurusgebirge.

Es ging bergauf und- ab. Eine üppige Vegetation wuchs hier, besonders Oliven. Nach weiteren zwei Stunden folgte wieder eine P- pause, doch hier konnten wir einen Raki probieren. Dazu gab es Melonenscheiben und eine Art  Brezel. 
Schon früh am nächsten Morgen musste ich auf den Bus warten um die Rundreise zu beginnen. ich von diesem Punkt mein Hotel finden würde. Dort angekommen legte ich mich an den Swimmingpool und faulenzte dort. Da ich die Erste war durfte ich mir den besten Platz
Schon eine Weile war ich herum geirrt, weil ich zum Strand hinunter gehen wollte. Schliesslich fand ich einen Pfad, der steil hinab führte. Einige Sonnenhungrige lagen am Strand beim Wasser, das so blau war wie der Himmel.

Von den vielen Verkaufständen und Restaurants waren nur wenige geöffnet, schliesslich war schon Nachsaison. Hier tummelten sich nicht mehr massenweise Touristen.

Ich wanderte ein Stück weiter und wusste aber bald  nicht mehr, wie ich von dort zum Hotel zurück finden würde. Zurück wandern und den steilen Pfad hinauf gehen, wollte ich nicht. Dann kam die Strassenbahn, ein Traktor mit einigen Anhänger.
Wohin es auch gehen sollte: ich fuhr mit.

Mit Mühe fuhr er die Strasse hinauf. Ich hatte schon Angst, aussteigen und schieben helfen zu müssen. Schliesslich hielt das Gefährt beim Park an. Dort stieg ich aus, weil

Taurusgebirge
Prächtige Pflanzen und Bäume gediehen hier. Schon eine Weile war ich herum geirrt, weil ich zum Strand hinunter gehen wollte. Schliesslich fand ich einen Pfad, der steil hinab führte. Einige Sonnenhungrige lagen am Strand beim Wasser, das so blau war wie der Himmel.Von den vielen Verkaufständen und Restaurants waren nur wenige geöffnet, schliesslich war schon Nachsaison.
Aber ich verwarf den Gedanken, weil ich mich besser kannte und wusste, dass von Schlafen keine Rede sein kann, wenn ich in einer neuen Gegend bin.

Immer will ich die Umgebung auskundschaften.
Also ging ich auf die Strasse und wanderte ein Stück bis zu einem Park auf der andere Seite, der als Kulturpark angeschrieben war.

Schon bald erreichte ich ein grosses, modernes Gebäude, wo diverse Veranstaltungen stattfinden.

Centrum von Antalya

Antalya
Am frühen Morgen landete das Flugzeug in Antalya. Ich wurde zu meinem Hotel gebracht und wollte eigentlich schlafen gehen, weil ich kaum geschlafen hatte, da ich mitten in der Nacht zum Flughafen hatte fahren müssen.
Türkei
Text: Joyce Frey